Haste 6 – Oestringer Steine 3

Megalithgrab Oestringer Steine 3
Haste, Kreisfreie Stadt Osnabrück
Sprockhoff-Nr. 911
WULF/SCHLÜTER 2000, Nr. 41

Lage
Auf dem Grundstück des Hofes Hanesch und in die Grünanlage integriert, liegt diese Fundstelle am südlichen Ausgang des Nettetals, auf dem erhöhten südlichen Uferrand der Nette.

Erhaltungszustand
Um 1860 wurde das Grab beim Planieren eines Hügels gefunden und zerstört.

Bildquelle: WULF/SCHLÜTER 2000, Abb. 12.

1928: „Stark verstürztes Ganggrab in Richtung Nordwest-Südost. die südöstliche Hälfte einschließlich des Ganges ist verhältnismäßig gut erhalten. Hier stehen der Abschlußstein und je drei Träger der Langseiten in situ, ebenfalls zwei Träger des Einganges. Zwei große Decksteine liegen in der Kammer. In der nordwestlichen Hälfte liegen Steine bunt durcheinander, lediglich zwei Tragsteine der südwestlichen Langseite befinden sich in situ. Die Rekonstruktion einer sechsjochigen Steinkammer von etwa 9,6 m zu 2,3 m lichter Weite dürfte gerechtfertigt sein.“ (SPROCKHOFF 1975, 123)


1976
: „Das Grab ist umgeben von einem lückenhaften ovalen Steinkranz von 11 x 13 m.“ (WULF/SCHLÜTER 2000, 140)

1995: „Zustand unverändert (Abb. 12).“ (WULF/SCHLÜTER 2000, 140–141 Abb. 12 [s.o.])

Funde
Während der Planierungsarbeiten am Hügel, um 1860, konnten zwei kleine Gefäße entdeckt werden, die „zerbrochen wurden“ (WULF/SCHLÜTER 2000, 140) – demnach offenbar zerstört und nicht aufbewahrt.

Bei einer archäologischen Feldbegehung wurden 1980 (?) im Steingrab teilweise tiefstichverzierte Tongefäßfragmente, eine Pfeilschneide und Knochenreste gefunden (Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, Inventar-Nummer B 80:64).


Literatur
WÄCHTER 1841, 106; MÜLLER/REIMERS 1893, 274; BÖDIGE 1920, 58 Grab III; BAUER 1950, 12 Nr 6; NOWOTHNIG o.J.; SPROCKHOFF 1975, 123 Kat.-Nr. 911, Atlasblatt 140; WULF/SCHLÜTER 2000, 140–141 Kat.-Nr. 41, Abb 12.

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