Gretesch 10 – Reckersche Steine

zerstörtes Megalithgrab Reckersche Steine
Gretesch, Kreisfreie Stadt Osnabrück
alternative Bezeichnung: Kröd-Eschken-Steine
Sprockhoff-Nr. nicht erfasst
WULF/SCHLÜTER 2000, Nr. 21

Lage
Die Bezeichnung der Fundstelle als Reckersche Steine ist auf den nahegelegenen ehemaligen Hof Recker (heute Schoeller) zurückzuführen. Das zerstörte Megalithgrab liegt in einer Neubausiedlung auf dem Grundstück Mühlenbach 8, etwa 130 m südlich der Belmer Landstraße.

Erhaltungszustand
Im Jahre 1862/63 vollkommen zerstört – die größeren Steine wurden vor Ort versenkt, die kleineren gesprengt. Bei Bauarbeiten im Jahr 1939 und später wurden einige der versenkten Findlinge wiederentdeckt.

Bildquelle: WULF/SCHLÜTER 2000, 133 Abb. 5.

Funde
Die bei der Zerstörung des Grabes im 19. Jahrhundert gemachten Funde sollen angeblich an ein Museum in Münster gegeben worden sein. Der Fundverbleib ist indessen unklar.

Drei Tongefäße sollen angeblich aus dem Grab stammen. Dabei handelt es sich um ein Henkelgefäß (Niedersächsisches Landesmuseum Hannover, Inv.-Nr. 26279), ein Schultergefäß und eine Kragenflasche (Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, Inv.-Nrn. 9408 [Nachbildung] und 9409 [Nachbildung] – das Original einer der beiden Nachbildungen befindet sich bei L. Träger, geb. Eisermann, Neuss). Weitere rund 65 meist tiefstichverzierte Tongefäßgragmente sind im Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück unter den Inv.-Nrn. 6080 und 6089 archiviert.

Literatur

BRANDI 1891, 238–255; MÜLLER/REIMERS 1893, 276; GUMMEL 1932/1933, 127–129; BAUER 1950, 16.49–51; SPROCKHOFF 1938, 96 Taf. 43,6; 98 Taf. 46,4; 102 Taf. 50,1; FRIEDERICHS 1990/1991, 346 Abb. 1; PIESCH 1997, 12–14; WULF/SCHLÜTER 2000, 132–133 Kat.-Nr. 21, Abb. 5.

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