Haste 12 – Große Karlsteine

Megalithgrab
Sprockhoff-Nr.: 909
Fst.Nr.: 12

Lage

Im Hohne, ca. 1 km nördlich von Haste entfernt.
130 m Entfernung von Kilometerstein 5 der B68 und ca. 50 m nordwestlich der Kleinen Karlsteine.

Erhaltungszustand

1927: Große Steinkammer aus Platten von Piesberger Sandstein errichtet. Die Richtung ist nahezu ostwestlich. In situ stehen der östliche Abschlussstein, vier Träger der Nordwand, drei oder vier Träger der südlichen Langwand. Der Träger der westlichen Schmalseite ist nach außen umgefallen. Von den vier Decksteinen liegt lediglich der westliche in situ auf, die anderen sind verstürzt. Um das Grab herum liegen viele sehr kleine Steine, wohl Reste der Zwisckelausfüllung und einer ehemaligen Bedeckung, von der sonst nichts mehr zu bemerken ist. Der Grundriss der Kammer ist schwach trapezförmig, die Träger stehen in Abständen zueinander. Dem trapezförmigen Grundriß entsprechen die gen Osten mächtiger werdenden Decksteine, deren größter 3,7 m zu 2,2 m bei 0,8 m Dicke misst. Die lichte Weite der Kammer beträgt etwa 8,5 m zu 3 m im Osten und 2,3 m im Westen (Sprockhoff 1975, 123).
1986 und 1995: Zustand unverändert.

Historie

Es wurde lange Zeit angenommen, dass die Karlsteine einen heidnischen Opferaltar darstellen. Diesen soll Karl der Große nach seinem Sieg über die Sachsen mit seiner Reitgerte in vier Teile zerschlagen haben, als Zeichen des Sieges des Christentums über das Heidentum (Wulf/Schlüter 2000).

Literatur

Schaten 1691, 487 – Wächter 1841, 106 – Grote 1853, 305-351 – Hartmann 1863, 122-130 – Müller 1864, 267 – Müller/Riemers 1893, 274 – Bauer 1950, 11f. – Sprockhoff 1975, 123 (Nr.: 909), Schlüter 1979, 20 – Heege 1991, 495.

Wulf/Schlüter 2000, 145.



Wulf/Schlüter 2000, 145.



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