Die Sage von den zwei Hünen

Man sagt, dass die Großsteingräber einst Heimat und Wohnstätte der Riesen gewesen seien, so auch die Sloopsteine in der Heide zu Haltern und die Sundermannsteine in Gretesch bei Belm. Hier sollen zwei Riesen in guter Nachbarschaft gelebt und sogar zusammen ihre Brote gebacken haben. In Gretesch sollte einst wieder einmal Brot gebacken werden und die beiden Riesen standen zu Hause an ihren Teigtrögen und kneteten den Teig. Der Gretescher Riese machte dabei eine kleine Pause und richtete sich auf. Da ihn das Ungeziefer in seiner Kleidung so sehr plagte, kratzte er sich ausgiebig und so energisch, dass es der andere Hüne in Haltern hörte. Der dachte aber, sein Nachbar sei schon fertig mit dem Kneten und würde nun mit dem Schräpper den Teigtrog reinigen. Um nicht zu spät seinen Teig in den Ofen zu schieben, eilte er also schnurstracks mitsamt seines schweren steinernen Teigtrogs nach Gretesch. (nach RICKLING 2013, 17)

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