Aufarbeitung einer alten Sammlung

Die Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück gelangte im Juni 2017 in den Besitz einer kleinen Sammlung neolithischer Steingeräte und eines modernen Schleifsteins (der hier nicht dargestellt wird). Die Stücke stammen aus einer Privatsammlung und wurden mit kleinen beschrifteten Pappetiketten beklebt, die nähere Auskunft über vormalige Besitzer oder Fundorte geben. Dabei zeigt sich, dass die Stücke aus unterschiedlichen älteren Sammlungen stammen und ursprünglich wohl im frühen 20. Jahrhundert (oder früher) zusammengetragen wurden.

Die fünf Steingeräte wurden fotografiert, gezeichnet, vermessen und werden nun für die Publikation in der Fundchronik 2017, dem Beiheft der Nachrichten aus Niedersachsens Urgeschichte sowie für das Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land 2019, das im Herbst 2018 erscheinen wird, vorbereitet.

 

Sämtliche Stücke der Sammlung Hoffmann stammen aus dem zeitlichen Kontext der Einzelgrabkultur (etwa 2800–2050 v. Chr.). Der gute Erhaltungszustand der Objekte – mit Ausnahme der Felsgesteinaxt – spricht dafür, dass sich die Funde möglicherweise ursprünglich als Beigaben in Gräbern befanden, die durch moderne landwirtschaftliche Überpflügung zerstört wurden.

1. dünnblattiges Feuerstein-Rechteckbeil; 2. dickblattiges Feuerstein-Rechteckbeil; 3. Feuerstein-Spandolch; 4. Feuersteindolch; 5. Fragment einer Knaufhammeraxt oder Doppelaxt aus Felsgestein.
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